Christmas Season Smoothie

Meine Smoothies sind oft richtig satt grün. Vielfach schmeckt man das Grün auch deutlich heraus, da ich vergleichsweise wenig Obst nehme. „Zu viel Wiese“, ist dann manchmal der Kommentar.

Heute Morgen jedoch ist mir ein geschmackliches Prachtstück gelungen, das selbst die Süß-und-Frucht-Liebhaber in meiner Familie begeistert hat: frisch, fruchtig und gleichzeitig sanft und süß. Die adventliche Note setzten die Gewürze Vanille und Kardamom sowie die Hafersahne! Yummie! Dieser Smoothie hat das Zeug zu einem Klassiker – all year round!

 

Hier das Rezept:20141211_085531

2 Handvoll frischer Spinat
12 Basilikumblätter
3 Stängel Petersilie
1 Banane
1 Apfel
1/2 Orange
Zitronenscheibe, 1 cm dick
6 eingeweichte Datteln
1 Tl Acaipulver
1 Msp. Vanille
1 Msp. Kardamom
70 ml Hafersahne
50-75 ml Wasser

Zitrone, Banane und Orange schälen, ebenso wie Apfel und Datteln in Stücke schneiden. Zusammen mit dem gewaschenen Spinat, mit Basilikumblättern und Petersilie in den Smoothie-Mixer geben. Acai, Vanille und Kardamom sowie 50 ml Wasser zufügen. Auf niedriger Stufe alle Zutaten grob mixen, dann auf höchster Stufe etwa 90 Sek. im Mixer pürieren, evtl. etwas Wasser ergänzen. Mit Hafersahne noch einmal etwa 15 Sek. in der schnellsten Mixergeschwindigkeit vermischen, in schöne Gläser füllen und genießen!

WAS KOCHEN WIR HEUTE?

Heute Abend kochen wir vegan!

Die Menüfolge entspricht dem saisonalen Angebot, die Rezepte sind unkompliziert und ergänzen sich gut.

Die Rezepte sind aus verschiedenen Quellen, denn ich habe festgestellt, dass jeder (vegane) Koch seine eigene Art zu kochen entwickelt. So können die Kursteilnehmer heute Abend verschiedene Zugänge zum Thema „Vegan“ für sich ausprobieren.

Das Rezept für Grünkohl-Apfel-Smoothie ist von …. mir!
Der Erbsenschaum kommt von Martina Kittler „Expresskochen vegan“.
Das Rote-Beete-Türmchen-Rezept habe ich aus Patrick Bolks „So geht vegan“.
Der Spinatsalat ist von mir, aber mit einem Mandel-Senf-Dressing-Rezept aus „Vegan for Youth“ von Attila Hildmann.
Die Inspiration für die Mousse au Chocolat verdanke ich Rüdiger Dahlkes „Vegan für Einsteiger“.

Nun noch die letzten Zutaten besorgen und dann geht es los: sehen, riechen, fühlen, schmecken, rühren, messen, wiegen, kochen, pürieren, verzieren – GENIESSEN!

MAGISCHES POLARLICHT – STERNE PFLÜCKEN TEIL III

STERNE PFLÜCKEN, Teil 3: „Haben Sie am 30. November schon etwas vor?“, fragte mich Herr Schmitt, der Kantor aus dem nordnorwegischen Harstad in einer Email . „Sie sind herzlich zu unserem Konzert eingeladen“. Das ist der 1. Advent, das wusste ich sofort. Es ist ein besonderes Datum für mich, denn ich wurde an einem 1. Advent geboren. Es ist der Tag, an dem die äußere Dunkelheit in unseren Breitengrade so vollständig wird, dass das innere Licht umso heller strahlen kann. An diesem Tag beginnt in der christlichen Tradition das neue Kirchenjahr.

Herr Schmitt hatte meinen Blogbeitrag „Sterne pflücken“ (s. Blogpost vom 11.11.) im Internet gefunden und mich spontan gefragt, ob er meine Zeichnung als Motiv für die Plakate seines Adventskonzerts nutzen kann. Ich hatte noch keine Pläne für dieses Wochenende, ich wollte mich davon überraschen lassen, was das Leben mir dieses Jahr zum Geburtstag präsentieren würde. Dann erzählte Herr Schmitt mir von den magischen Polarlichtern – Aurora borealis, die in Harstad regelmäßig im Winter zu sehen sind. Und von den Walen, die man mit Glück sogar vom Strand aus sehen kann. Und dass Harstad einen Flughafen hat und von Berlin aus angeflogen wird.

Noch am selben Abend recherchierte ich die Flugpreise nach Harstad, am nächsten Tag buchte ich die Flüge. Nun habe ich etwas vor am Wochenende des 1. Advent. Etwa 250 Kilometer nördlich des Polarkreises werde ich dem

LifeMoves

Ein anderes kosmisches Lichtspiel mit Ah-Effekt, fotografiert auf einer Pferdekoppel bei Bonn.

mittlerweile ausverkauften Adventskonzert „Julestjerner“ des Kinderchores aus Harstad lauschen, Herrn Schmitt besuchen, die Harstäder kennenlernen und in die äußere Dunkelheit eintauchen.

Ich wünsche mir sehr, das Polarlicht zu sehen, dieses farbenprächtige Spektakel, das entsteht, wenn Elektronen des Weiterlesen

GRÜNER SCHUTZENGEL

Superfood wächst auch bei uns!
20141121_101100Grünkohl ist ein echter Spitzenreiter unter den Superfoods und hat in den Wintermonaten seine Saison. Der kräftige Kohl gilt als eine der besten Quellen für Carotinoide, Flavonoide und Omega-3-Fettsäuren – natürliche Wirkstoffe, die chronischen Entzündungen, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegenwirken sollen. Und mit seinem außergewöhnlich hohen Protein- und Eisengehalt geht er locker gegen Rindfleisch ins Rennen.

Ich habe ihn heute morgen das erste Mal in einem grünen Smoothie probiert. Himmlisch!
Und fotogen ist er auch noch, oder? Auf diesem Foto kommt er daher wie ein Engel. Schutz-Engel.

Das Rezept:

2 Blätter Grünkohl
2 Handvoll Rucola
1 Apfel1 Banane
eine 2 cm dicke Scheibe Zitrone
4 eingeweichte Datteln
1 Teelöffel Acerolapulver
Wasser nach Belieben

Grünkohl ohne Strunk zusammen mit dem Rucola waschen, Datteln einige Minuten in kaltem Wasser einweichen und in Scheiben schneiden. Alle Zutaten in den Smoothie-Mixer füllen, erst 20 Sek. auf kleiner Stufe, dann 90 Sek. auf höchster Stufe mixen. Fertig ist der grüne Schutz-Engeltrunk!

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LIFEMOVES LEUCHTET IN NORWEGEN

Sterne pflücken, Teil 2: Vor einem Monat klingelte abends mein Handy. Das Display zeigte eine 47-Ländervorwahl. Ich hatte keine Ahnung, wer mich aus 47 anrief. Ich wusste ja noch nicht einmal, für welches Land 47 stand. Heute weiß ich es: 47 ist Norwegen.

Am anderen Ende war eine freundliche männliche Stimme, die Deutsch mit mir sprach. Sie gehörte einem Kantor aus der nordnorwegischen Stadt Harstadt, ein Namensverwandter: ein Herr Schmitt. Er rief mich an, weil die Sterne ihn dazu veranlasst hatten.

Er hatte im Internet nach Bildmotiven für das diesjährige Adventskonzert „Julestjerner – Weihnachts-Sterne“ seines Kinderchores recherchiert. „Ich suche seit Wochen nach einem Motiv für ein Plakat“, kommentiert Herr Schmitt meinen ersten LifeMoves-Blogpost, „und heute schreibe ich “Sterne pflücken” und lande bei Ihnen. Ich sehe das erste Bild und denke, hier bin ich richtig, ich sehe das zweite Bild und das hüpft direkt in mein Herz. Es passt so fantastisch in unser Projekt.“

julestjernerAlle Einnahmen aus dem Konzert sollen für die Kinder genutzt werden, die im Krisencenter der Stadt leben und, so schreibt Herr Schmitt weiter, „da war es nur natürlich, Kinder in der Stadt zu fragen, ob sie Lust hätten, in einem Kinderchor zu singen und mit einem Konzert anderen Kindern, die es nicht so gut haben, ein bisschen Lebensfreude zu geben.

…. Die erste Probe sollte am ersten Dienstag im September sein. Ich erwartete 25 Kinder… es kamen 68 Kinder, Weiterlesen

Sonne zum Frühstück: GRÜNER ZITRUS SMOOTHIE

Heute war das Frühstück wieder grün:
herrlich-schaumiger Smoothie mit Chlorophyll-Garantie im herbstlichen Blättersegen

Seit meinem ersten grünen Smoothie bin ich total begeistert von dieser Ernährungsvariante. Ich mag es gerne richtig satt-grün, d.h. meine enthalten viele, viele grüne Blätter und verhältnismäßig wenig20141105_085322 Obst. Wenn du eher der obstige Typ bist, nimm einfach bis zum Doppelten der von mir angegebenen Frucht-Menge. Und schon wird dein Mix lecker-süß.

Für mich ist der grüne Smoothie genauso belebend wie ein ausgiebiges Sonnenbad. Tatsächlich gibt es da einen Zusammenhang! Aus dem Biologie-Unterricht weiß wahrscheinlich jeder noch, dass Chlorophyll das Pigment ist, das Blätter und Pflanzen grün färbt. Wie bedeutsam Chlorophyll für unsere Ernährung hat, darüber habe ich dagegen in der Schule nichts gelernt. Heute gibt es viele Informationen im Büchern und im Internet darüber. Zwei Aspekte möchte ich heute herausgreifen:

Chlorophyll ähnelt in seiner chemischen Struktur dem Hämoglobin, dem roten Farbstoff unseres Blutes. Der Unterschied liegt darin, dass bei Chlorophyll im Zentrum der chemischen Struktur ein Magnesium-Molekül liegt, bei Hämoglobin ein Eisen-Molekül. Wenn wir Grünes essen, tun wir unserem Blut äußerst gut. Es wird gereinigt und unterstützen den Aufbau neuer Blutzellen.
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KOOPERATION MACHT SCHÖN

20141031_125343Hast Du schon einmal einen Romanesco, den römischen Bruder des Blumenkohls,  aus der Nähe betrachtet?

Ebenmäßig schön!

Romanescos frühlingsgrüne Blütenstände sind spiralförmig nach dem Goldenen Schnitt um die Blütenachsen angeordnet. Dadurch steht jede Blüte zum direkten Blüten-Nachbarn in einem idealen Winkel. Auf diese Weise kann die gesamte Pflanze optimal viel Sonnenlicht aufnehmen. Eine gelungene Kooperation! Und ganz nebenbei entstehen durch diese Anordnung die ebenmäßigen Fibonacci-Spiralen, die mich beim Romanesco an eine traumhaft schöne Hobbit-Landschaft erinnern.

Indem der Romanesco also dafür sorgt, dass er sich optimal entwickeln kann, wird er zu einer echten Schönheit. Toll, oder?

Noch ein zweites Prinzip macht den Romanesco zum Hingucker:

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KAUVERGNÜGEN: GRANATAPFEL-NUSS-SALAT

Heute Morgen stand ich vor meinem Smoother-Mixer, unentschlossen. Ich spürte in mich hinein und nach ein paar Augenblicken war klar: ich wollte heute keinen Smoothie. Ich hatte Lust zu kauen!

Schon bei dem Gedanken an die Kaubewegung und das Knacken und Krachen zwischen den Zähnen hatte ich gute Laune. Mein Vorräte inspirierten mich dann zu folgendem Obstsalat, der mich stundenlang beflügelt hat.

Obstsalat

 

Und hier das Rezept:

Granatapfel-Nuss-Salat

1 Granatapfel
1/2 Grapefruit
1 Birne
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Sterne pflücken

Ich hole tief Luft, spüre meinen schnellen Herzschlag und drücke auf „Senden“. Mir fällt es schwer, mich mit etwas zu zeigen, was unfertig ist. Besonders, wenn dieses „Etwas“ mir wichtig ist. Wie zum Beispiel dieser Blog. Und nun ist er sichtbar, mein erster Post. Wow!

Die Idee dazu kam mir beim Ausräumen der Spülmaschine. An diesem Tag spürte ich so viel Freude bei dieser Tätigkeit, die sonst nicht auf der Liste meiner Lieblings-Aktivitäten steht. Mit ruhiger Sorgfalt stapelte ich die glänzenden Teller übereinander. Genussvoll fühlten meine Finger die glatte Fläche der sauberen, trocknergewärmten Gläser. Und die Gabeln und Messern ließ ich geradezu elegant in die passenden Nischen im Besteck-Kasten fliegen. „Wie schön. Eine Kleinigkeit – und einfach schön“, dachte ich. Und dann: „Über diese Goldblitze im Alltag möchte ich gern schreiben. Ich mache einen Blog.“

Dieser Tag ist neun Jahre her. Allen Ernstes: NEUN (9) JAHRE!

Erst jetzt schreibe ich diesen Blog. Was ist passiert? Warum hat es fast ein Jahrzehnt gedauert, bis dieser Post hier in die Welt geht?

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Wenn Papa in Pink pinselt und die Tochter Tarzan einlädt

Artikel in der Sein, Januar 2014

„98 Prozent aller Kinder kommen hochbegabt zur Welt. Nach der Schule sind es nur noch zwei Prozent“ – so die Schlussfolgerung des Films ­Alphabet. Unser eigenes beschnittenes Potenzial geben wir durch die Form der Erziehung und Bildung an unsere Kinder weiter. Doch die Lage ist nicht hoffnungslos. Workshops für Mutter, Vater und Kind, in denen Nähe, Wachstum und Spaß im Vordergrund stehen – statt Hierarchie, Zielerreichung und Beurteilung –, öffnen die ursprünglichen Räume unserer Kreativität und Lebensfreude.

Papa sitzt still am Boden. Sonst keinesfalls zurückhaltend oder ausdrucksschwach, schaut er nun minutenlang vom weißen Blatt Papier auf das Loch in der Luft und wieder zurück, sichtbar in sich selbst forschend. Dann führt er unsicher den Pinsel Richtung Farbpalette, setzt etwas ruckend zum Sprung über den oft erwähnten eigenen Schatten an, taucht den Pinsel ins Pink und wagt den ersten Strich. In Pink!

Die achtjährige Tochter sitzt ihm schräg gegenüber und Weiterlesen