LIFEMOVES LEUCHTET IN NORWEGEN

Sterne pflücken, Teil 2: Vor einem Monat klingelte abends mein Handy. Das Display zeigte eine 47-Ländervorwahl. Ich hatte keine Ahnung, wer mich aus 47 anrief. Ich wusste ja noch nicht einmal, für welches Land 47 stand. Heute weiß ich es: 47 ist Norwegen.

Am anderen Ende war eine freundliche männliche Stimme, die Deutsch mit mir sprach. Sie gehörte einem Kantor aus der nordnorwegischen Stadt Harstadt, ein Namensverwandter: ein Herr Schmitt. Er rief mich an, weil die Sterne ihn dazu veranlasst hatten.

Er hatte im Internet nach Bildmotiven für das diesjährige Adventskonzert „Julestjerner – Weihnachts-Sterne“ seines Kinderchores recherchiert. „Ich suche seit Wochen nach einem Motiv für ein Plakat“, kommentiert Herr Schmitt meinen ersten LifeMoves-Blogpost, „und heute schreibe ich “Sterne pflücken” und lande bei Ihnen. Ich sehe das erste Bild und denke, hier bin ich richtig, ich sehe das zweite Bild und das hüpft direkt in mein Herz. Es passt so fantastisch in unser Projekt.“

julestjernerAlle Einnahmen aus dem Konzert sollen für die Kinder genutzt werden, die im Krisencenter der Stadt leben und, so schreibt Herr Schmitt weiter, „da war es nur natürlich, Kinder in der Stadt zu fragen, ob sie Lust hätten, in einem Kinderchor zu singen und mit einem Konzert anderen Kindern, die es nicht so gut haben, ein bisschen Lebensfreude zu geben.

…. Die erste Probe sollte am ersten Dienstag im September sein. Ich erwartete 25 Kinder… es kamen 68 Kinder, eine Woche später waren es 78. Es wird nun ein richtig tolles Kinderchorkonzert mit full power, Lebensfreude, Band und Solo. Ein wenig Musik über Angst und viel Musik über Liebe.

…..Sie würden uns so glücklich machen, dürften wir das Bild ‚Angst und Liebe auf der Wippe des Lebens, Teil II‘ für unser Plakat benutzen. Ich verdiene ein normales Organistengehalt, aber habe immer soviel Geld, dass besondere Träume wahr werden. Das Konzert “Julestjerner” ist ein Traum, der heute genau vor einem Jahr begann, am 13. Oktober.“

Wow! Nach dem Telefonat mit Herrn Schmitt tanzte ich vor Freude! So gern habe ich ihm zugesagt, mein Bild für das Konzertplakat zu nutzen.

Ein Stern meines Sternenbaums leuchtet nun in Norwegen. Und die Kinder werden mit ihren Stimmen ihre Sterne in die ganze Welt schicken. Was ich daraus gelernt habe? Mutig die eigenen Sterne – Impulse, Ideen, Träume – nach draußen schicken. Aussprechen, teilen, posten, auf die Bühne bringen. Irgend jemand wartet genau auf diesen Impuls.

Das Konzert findet am 30. November statt – das ist der 1. Advent. Der Tag, der uns an das Licht der Welt (in uns) erinnert.

Lichtvolle Grüße von

Eurer Anja Louisa

12 thoughts on “LIFEMOVES LEUCHTET IN NORWEGEN

  1. Liebe Anja,

    ich bin zutiefst von Deiner Geschichte berührt. Ich wünsche Dir auf Deinem Weg noch viele, viele Sterne, die Dich und andere Menschen zum Leuchten bringen.

    Herzlichst,

    Petra

    • Liebe Petra, ich freue mich, dass du von deiner Berührung schreibst! Das ermutigt mich. Danke und herzliche Grüße von Anja Louisa

  2. das ist so schön! Du bist eben sehr mit den universellen Kräften verbunden, finde ich. Und ich wünsche Dir ganz viel Sternenleuchten und Freude bis hin zum Nordpol.
    Herzliche Grüße
    Petra vom Bodensee

    • Liebe Petra, danke für deine Wünsche. Ja, die Sterne haben geleuchtet und die Freude auch. Und das Schönste ist: sie tun es immer noch! Liebe Grüße an dich von Anja Louisa

  3. Hey Anja Louisa,
    mir ist das (Sternen) Licht auch gleich richtig ins herz gehüpft. Ja ! es ist wahr. Ich finde es sehr aufregend das du das Licht immer mehr in dir und aus dir strahlen lässt und empfinde ganz viel Freude daran.
    Letztes Jahr hab ich mal eine Norwegerin im Sommer in Griechenland getroffen und wir haben über die dunkle Jahreszeit im Norden gesprochen und sie hat ganz helle gesagt das sie es nicht als wirklich dunkel empfindet :“ es ist richtig hell bei uns ,ganz ganz viel Sternenlicht .“ Grüss das Sternenlicht und hab eine wunderschöne Reise !
    Bis vielleicht bald mal , alles liebe , Christina

    • Hey Christina, es stimmt! Es ist nicht vollständig dunkel, jedenfalls dort nicht, wo ich war, auf Breitengrad 68,8, und Ende November/Anfang Dezember. Was mich sehr berührt hat: das wenige Tageslicht ist ganz besonders. Es leuchtet und strahlt in Farben und Tönen, die ich nie zuvor gesehen habe und kaum auf Fotos festzuhalten.
      Und so ist es wohl auch in unserem Inneren: manchmal strahlen wir hell und manchmal fühlt es sich dunkler an in unserem Herzen. Doch das Licht ist immer da. Und wenn wir achtsam und liebevoll mit unserem Licht bleiben können, auch in den Tagen, in denen wir uns dunkel fühlen, dann können wir die Farben und Nuancen erkennen, die uns bisher verborgen blieben und die uns dadurch bewusst – also geschenkt – werden. Ganz herzliche Grüße von Anja Louisa

  4. Wundervoll, wie Du an diesem Beispiel das Prinzip demonstrierst: Wir alle sind hier, um – jeder auf seine einzigartige Weise – die Welt zu bereichern. Und sie wartet voller Vorfreude darauf, dass wir es tun. Sehr schön, wie Du das hier zeigst. Besonders, dass es gleich beim ersten Blogpost sich so zeigt. Und ich denke: Im ersten Anfang steckt bereits das Ganze – es werden noch viele Sterne von vielen gepflückt werden, die Du säst. Seeehr schöner Anfang … Dir eine wohlige Adventszeit!

    • Lieber Holger,
      im Anfang steckt bereits das Ganze, sagst du. Das empfinde ich auch so. Wie im Kleinen so im Großen oder: im Samen liegt bereits der Baum. Dir auch eine wohlige Adventszeit! Herzlich Anja Louisa

  5. …..mutig, die eigenen Impulse, Ideen, Träume nach draußen schicken…..
    Genau!
    Eine wunderbare, inspirierende Geschichte.
    Vielen Dank dafür!

      • Liebe Anja Louisa,
        oh wie berührend, ich konnte die Geschichte wie einen inneren Film wahrnehmen und hab all die Kinder lachen und jubeln hören – so viel Freude 🙂 toll dass Du dazu beitragen konntest.
        Auf unser aller heilvolles miteinander über alle -noch- Grenzen hinaus 🙂
        Von Herz zu Herz
        Deine Cornelia

        • Liebe Cornelia, ja, über alle Grenzen hinaus – die ja doch nur in unseren Gedanken existieren. Von Herz zu Herz gibt es diese Grenzen nicht. Danke für deinen Kommentar!
          Liebe Grüße
          Anja Louisa

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